Hallo,
spannend versprechen die kommenden 48 Stunden zu werden, auf dem Atlantik braut sich etwas zusammen ...
das Satellitenbild :
Ich erspare es mir ausnahmesweise die derzeitigen Fronten über Europa zu kommentieren, denn unser Fokus sollte derzeit sehr weit im Westen liegen. Östlich von Neufundland hat sich in den letzten 24 Stunden eine Shapirto-Keyser Zyklone aus dem Zusammenspiel zwischen der Frontalzone und einem subtropischen Tief von den Bahamas kommend gebildet....... unter auf der Atlantikansicht das entsprechende Bodentief.......
In weiteren 24 Stunden bildet sich an der Warmfront der Zyklone eine weitere Welle....
Hier im Bild etwaslinks der Mitter zu sehen, der originale Kern befindet sich etwas links unten des Bildausschnittes. Im kräftigen Jetstream ....
rast die SHKP-Welle (rechts hinten des Jestkernes) am Donnerstag auf Europa zu und erreicht in der Nacht auf Freitag die Atlantikküste Frankreichs.
Wie sich das weitere Schicksal des Tiefs dann weiter gestaltet, daran scheiden sich die Geister und das war schon in der Überschrift so vorweg genommen ...
eine heftige Variante lassen die letzten 3 Läufe des GFS vermuten ...
Hier zieht das Tief unter rapider Vertiefung in der ersten Tageshälfte des Freitags vom Ärmelkanal vis nach Norddeutschland, der Kerndruck fällt hier bis 959 hPa (was dem deutschen Luftdruckrekord von 1989 von etwa 955 hPa nahekommt) und weist an seiner Südseite ein starkes Sturmfeld im Warmsektor auf, in dem man vor allem von Frankreich bis Westdeutschland auch mit Orkanböen rechnen muss.
Das ECMWF könnte die Lage nicht krasser anders beurteilen ...
In seiner gestrigen 12 Z Simulation ging es davon aus, dass das Tief als recht harmlose offene Welle über Deutschland zieht..
.. gleicht sich aber in der aktuellen 00Z Simulation an GFS an ..
Im Modell der Briten wird mit einer ähnlich intensiven Entwicklung über Europa wie im GFS gerechnet:
Um nun hier weitere Indizien für die eine oder andere Variante oder überhaupt neue Varianten zu finden, kann man sich beispielsweise die Ensembles des GFS ansehen ...
Im Mittelwert zeigen viele Ensembles die extreme Entwicklung:
Es gibt aber auch in diesem Pool von 20 Läufen teils extreme Abweichungen, so sieht beispielsweise der Member 17 den selben Zeitpunkt:
Alle aktuellen Daten wichtend, so erscheint mir die Variante des GFS/UKMO Hauptlaufes zur Zeit recht plausibel und damit muss sich ein Streifen von der Normandie über Benelux bis an die Oder in den kommenden 48 bis 60 Stunden wohl auf sehr ruppige Zeiten einstellen. Das Tief hat das Potential, der bislang stärkste Sturm Festlandeuropas 2011 zu werden.
(Österreich bekommt heftigen Föhnsturm an der Vorderseite, bleibt aber sonst eher aussen vor).
Weitere Wettergefahren die mit der Entwicklung drohen:
- Starkregen in den französischen Alpen
- Starker Yugo an der Adria am Samstag mit einer Randtiefentwicklung und damit große Regenmengen an der Dinarischen Küste
- starker Schneefall im Westbalkan-Hinterland in weiterer Folge.
Jedenfalls genug Stoff für weitere Posts :)
Lg
Manfred
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Montag, 12. Dezember 2011
Wilde und nasse Woche ... Wen freuts ?
Hallo !
Wen freuts ? Die Besitzer von hochliegenden Schigebieten im Weststau der Alpen ! Wen freuts nicht ? Die Briten und Dänen ...
aber alles der Reihe nach.
Diese Woche wird, das kann man ruhig so sagen die westigste Woche des bisherigen Jahres 2011 in Kontinentaleuropa (ja, und Großbritannien gehört wetter, wenn schon nicht wirtschaftstechnisch dazu)..... schauen wir auf die Entwicklung des Jetstreams in diskreten 24h Zeitschritten.
Man kann es so zusammenfassen. Vor allem in der zweiten Wochenhälfte legt sich das Starkwindband mit bislang in diesem Jahr noch nicht gesehener Stärke über die zentralen Teile von Europa, um schlußendlich Richtung Wochenende zunehmend ins Mittemeer auszubrechen und dabei kräftig auszutrogen.
Mit den Einzelnen Maxima sind eine Reihe von starken Zyklonen verbunden, die vor allem die Nordseeregionen kräftig durchrütteln werden. Den Vogel schießen wieder die Briten ab .... hier eine Sequenz der 4 verschiedenen Sturmtiefs, die die Inseln in den nächsten 6 Tagen betreffen werden ...
Sturmtief 1
Tochterzyklone im Anmarsch ...
Nummer 3
Nummer 4 (und die ist giftig ..) pirscht sich aus Südwesten an ..
und steuert hinter den Inseln die Dänen an ...
Sturm ist dabei nicht das Einzige Thema. Zyklonen haben für gewöhnlich Fronten und diese schleifen an der südlichen Peripherie der Kerne West-Ost orientiert über den Kontinent.
Hier akkumulierte Niederschlagssummen verschiedener Modelle bis zum Wochenende:
ECMWF
GFS
GFS Ensemblemittel.
Man sieht die typische Struktur: Große Niederschlagsmengen in allen Modellen in den französischen Alpen, der Westschweiz, im Schwarzwald, aber auch über Vorarlberg. Dass die vorerst nicht als Schnee bis in die Täler fallen, ist selbstredend.. im Gegenteil.. Sie liegt meist über 1000m, nur am Donnerstag kurzzeitig bei 500m, um am Freitag wieder gegen 1600, 1700m anzusteigen.
Je nach regionaler Ausprägung der Frontenklescher ist in den zentraleuropäischen Weststaulagen (Westalpen, westliche Ostalpen. Schwarzwald etc.) der Ansatz einer winterlichen Hochwasserlage zumindest im Bereich des Möglichen und wird mit Argusaugen zu observieren sein.
Der Trogausbruch von der Nordsee ins Mittelmeer am Wochenende dürfte einigermaßen in trockenen Tüchern sein und damit auch die Schneefallgrenze in Schauern bis ins Flachland sinken. Von Nachhaltigkeit dürfte diese Drehung der Höhernströmung auf Nordwest aber bei einem derart aktiven Atlantik nicht sein .... meine Meinung ;)
Lg
Manfred
Wen freuts ? Die Besitzer von hochliegenden Schigebieten im Weststau der Alpen ! Wen freuts nicht ? Die Briten und Dänen ...
aber alles der Reihe nach.
Diese Woche wird, das kann man ruhig so sagen die westigste Woche des bisherigen Jahres 2011 in Kontinentaleuropa (ja, und Großbritannien gehört wetter, wenn schon nicht wirtschaftstechnisch dazu)..... schauen wir auf die Entwicklung des Jetstreams in diskreten 24h Zeitschritten.
Man kann es so zusammenfassen. Vor allem in der zweiten Wochenhälfte legt sich das Starkwindband mit bislang in diesem Jahr noch nicht gesehener Stärke über die zentralen Teile von Europa, um schlußendlich Richtung Wochenende zunehmend ins Mittemeer auszubrechen und dabei kräftig auszutrogen.
Mit den Einzelnen Maxima sind eine Reihe von starken Zyklonen verbunden, die vor allem die Nordseeregionen kräftig durchrütteln werden. Den Vogel schießen wieder die Briten ab .... hier eine Sequenz der 4 verschiedenen Sturmtiefs, die die Inseln in den nächsten 6 Tagen betreffen werden ...
Sturmtief 1
Tochterzyklone im Anmarsch ...
Nummer 3
Nummer 4 (und die ist giftig ..) pirscht sich aus Südwesten an ..
und steuert hinter den Inseln die Dänen an ...
Sturm ist dabei nicht das Einzige Thema. Zyklonen haben für gewöhnlich Fronten und diese schleifen an der südlichen Peripherie der Kerne West-Ost orientiert über den Kontinent.
Hier akkumulierte Niederschlagssummen verschiedener Modelle bis zum Wochenende:
ECMWF
GFS
GFS Ensemblemittel.
Man sieht die typische Struktur: Große Niederschlagsmengen in allen Modellen in den französischen Alpen, der Westschweiz, im Schwarzwald, aber auch über Vorarlberg. Dass die vorerst nicht als Schnee bis in die Täler fallen, ist selbstredend.. im Gegenteil.. Sie liegt meist über 1000m, nur am Donnerstag kurzzeitig bei 500m, um am Freitag wieder gegen 1600, 1700m anzusteigen.
Je nach regionaler Ausprägung der Frontenklescher ist in den zentraleuropäischen Weststaulagen (Westalpen, westliche Ostalpen. Schwarzwald etc.) der Ansatz einer winterlichen Hochwasserlage zumindest im Bereich des Möglichen und wird mit Argusaugen zu observieren sein.
Der Trogausbruch von der Nordsee ins Mittelmeer am Wochenende dürfte einigermaßen in trockenen Tüchern sein und damit auch die Schneefallgrenze in Schauern bis ins Flachland sinken. Von Nachhaltigkeit dürfte diese Drehung der Höhernströmung auf Nordwest aber bei einem derart aktiven Atlantik nicht sein .... meine Meinung ;)
Lg
Manfred
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