Montag, 8. August 2011

Neues aus der Bilderküche

Hallo,

ich hab mich wieder einmal ein kleines bisschen mit der neuen Visualsierungssoftware gespielt und für die Gemeinde ein paar bunte, und hoffentlich auch sinnreiche Bilder produziert....




Hier erst einmal ein Radarbild /Zentraleuropakomposit, gepaart mit der Modellwindgeschwindigkeit in 500 hPa und dem geopotential in 500 hPa. Man sieht wie Vorderseitig eines markanten Troges ausgedehnte gewittrig durchsetzte Echos zu sehen sind, im Trog selbst über Deutschland, typische Echos von Kaltluftschauern und Gewittern.


Hier gibt es eine 500 hPa Analyse des Geopotentials über Europa heute um 14 Uhr zu sehen, die aus Radiosondenaufstiegen erstell wurde. Gezeichnet ist dazu der Wind des Modells sowie die Abweichungen des Modells von der Analyse (in Blautönen ..)


In dieser Karte wird das Modell mit den Bodenbeobachtungen der Windgeschwindigkeit an den Wetterstationen vergliechen. Sofort ist erkennbar wo das Modell daneben liegt und wo es ganz gut liegt...



.. und zum Abschluss eine ganz klassische 300 hPa-Karte. Man sieht wie der Jet vorderseitig des Troges vom Mittelmeer bis weit hinein nach Russland reicht...

Zum Abschluss eine Animation, die die doch einigermassen guten Aussichten für Sommerliebhaber wie mich untermauert: Die Entwicklung des Geopotentials in 500 hPa bis Sonntag:


Man sieht, wie der Trog morgen durchgeht und dann langsam nach Osten abhaut. Von Westen her werden die Farben die immer roter, das heisst in der Höhe wird es wärmer. Die Strömung steilt auch auf, von Westen her setzt sich ein Keil durch, der uns bis  zum Sonntag dann erhalten bleibt. Es ist ein seltener Gruß eines Azorenhochausläufers. Also: Die Chancen auf ein ordentliches langes Wochenende sind durchaus intakt.


In diesem Sinne einen schönen Abend wünschend,

lg

Manfred

Kommentare:

  1. Interessant dass der Fleckerlteppich der Kaltluftschauer weiter südlich ausgreift als der Trog eigentlich lieg! Oder wie kann man sich die Schauer bei SW-Wind und noch höherem Geopotential erklären?

    Lg.

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  2. Hi,

    na ja, das ist ein bissl tricky, wie alles in der Meteorologie :) Für mich passt es schon zusammen, da der Fleckerteppich vereinfacht gesagt ein Ausdruck der Labilität ist. In den verschiedenen Höhen sind die Wellen (kalte Tröge, warme Keile) phasenverschoben.. dh in den tiefen Schichten laufen die entsprechenden Wellen denen in der Höhe *voraus*, in unserem Fall nach Osten. So war der bayrische Alpenrand heute Mittag schon erklecklich im Einfluss der labilen Kaltluft (bis ca. 4000m), obwohl in 500 hPa noch strammer Südwest war. In der Luft haben sich natürlich vom Boden ausgehend auch Schauer entwickelt. Im Bereich der Trogachse in 500 hPa sind die vert.Temperaturdifferenzen dann doch am grössten, so dass sich dort die hochreichendensten und stärksten Schauer entwickeln. Weil nun die Verschiebung von Temperatur- und Geopotentialwelle aber mit der Höhe rasch abnimmt, stabilisiert es logischerweise hinter der Trogachse sehr schnell, weswegen die Schauer oft mit der Trogachse quasi *abgewürgt* werden. Etwas komplex, aber ich hoff es dämmert, was ich ungefähr meine :) Lg Manfred

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  3. Danke!
    Das meiste dämmert und ist gut verständlich. Nur der letzte Satz nicht so ganz ;)

    Lg

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Da kenntat ja jeder kumman ...! Dennoch ... Hier ist Platz dafür :) !