Dienstag, 24. September 2013

Scharfe Grenze

Hallo,

zu USAGI, gibt's kaum mehr was zu sagen, vor seinem Tod über dem Festland hater erwartungsgemäß die Küste Südchinas mit voller Wucht noch als ein Zyklon der Kategorie 3 mit Mittelwinden nahe 200km/h im Kernbereich getroffen und auch zahlreiche Menschenleben gefordert. Das - und  auch der damit Zusammenhängende Zeitpunkt als Europäische Medien begannen in CRTL C und CTRL V Manier davon zu berichten -- ist nicht blogbar.

Wenden wir das geneigte Auge daher nach Mitteleuropa. Dort tut sich etwas Interessantes:



 Optisch ins Auge springen die 2 wunderbaren Zyklonen, eine tief im Osten, eine westlich der Britischen Inseln. Die östliche ist die Konsequenz des Downstreamdevelopments, initiert von der westlichen Zyklone, zwischen beiden wölbt sich ein kräftiges Hoch auf.


Reflektiert ist diese Situation auch im Wasserdampfbild...


Wobei da durch trockenen Zungen noch etwas mehr Detail reinkommt. Weil es so schön ist, möchte ich das stattgefundene Downstreamdevelopment anhand von 2 Wasserdampfloops (die einander zeitlich überlappen) nochmals Revue passieren lassen: (Zum Start der Animationen bitte die entsprechenden Dreieckerln klicken :)








Dazu gibt es das Folgende anzumerken.. Es ist für mich erstaunlich - in der Hinsicht dass es selten so schön zu sehen ist - wie das Hoch, das von Ex-Tropensturm Humberto über dem Mittealatlantik aufgewölbt wird - zum Steuerzentrum für die Luftmassen über Europa wird. Man sieht wie die Feuchteschlieren der Frontalzonen rundherum um das Hoch im Uhrzeigersinn mehrfach spiralierend herumgeführt werden. Als kalte Folge des Downstreamdevelopments bricht an der Ostflanke des Hoch ein Tief mit Kaltluft im Gepäck nach Osteuropa aus. Und das ist die Situation, bei der wir nun stehen, anbei nun mit Fronten:



Zwischen beiden Tiefs spannt sich eine markante Frontalzone, die unseren Kontinent in einen kalten Nordosten und einen warmen Südwesten trennt. Es zahlt sich aus, hier nach langer Zeit wieder mal einen Querschnitt durch die Front zu erstellen:


Rechts ist die Strecke des Schnittes zu sehen. Beim kreuzen der Front über dem Norden Tschechiens sackt die 0-Grad-Grenze ins insgesamt fast 4000m nahe 2000m auf der kalten Seite ab.

Nun, die Frage ist bei obigem Bild, wer sich auf Dauer bei uns durchsetzt ? Die Frage ist nicht leicht zu benatworten. Zunächst ist es einmal recht fix, dass die Warmluft aus Südwesten bei uns immer mehr die Oberhand gewinnt.... man kann das anhand der Entwicklung der Äquivalentpotentiellen Temperatur der nächsten 48h nachvollziehen:




Die beiden Tiefs bleiben bis Mittwoch nahezu stationär, an der Position der Luftmassengrenze quer über Europa tut sich nicht viel... Altweibersommerlich wird es dabei im DACH Raum (mit Ausnahme des Nordosten Deutschlands..)

Dann...


bekommt man laut ECMWF (und auch GFS schlägt Töne in die Richtung an ...) irgendwie so ab Freitag den Eindruck, dass die kontinenatle Kaltluft im Osten etwas mehr *Drive* bekommt und sich nach Westen und Süden ausbreitet ....

was in den darauf folgenden Tagen mit leichtem hin- und her zu einer Netto Verlagerung der Grenze in Richtung Alpen resultiert...



.. damit würden keinerlei signifikante Wettererscheinungen einhergehen, es wäre etwas, das einem Australischen Cool Change, also Abkühlung ohne Wolkenerscheinungen, nahe kommt. Und auch sonst wäre es unspannend. Dennoch, akademisch spannend bleibt hierbei, wie weit im Voraus unsere globalen Modellen mit einer derartigen Feinheit prognostisch sinnvoll umgehen können.

In diesem Sinne schönen Start in die letzte Septemberwoche

Lg

Manfred

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