Hallo,
heute Nacht steht als Teil der Weltumrundung der Transpazifikflug nach Austrlaien an. Ganze 14 Stunden benötigt ein A380 der QANTAS um in Melbourne wieder Boden unter den Rollen zu bekommen. Zu sehen gibt es nix, weil es die ganze Zeit Nacht sein wird, und meinen 4.November 2010 werde ich auch nie erleben, da die Datumsgrenze überflogen wird... egal...
jetzt ein paar Eindrücke der letzten 3 Tage in San Francisco:
Orte, die zu sehen waren: San Francisco Financial District, Golden Gate Bridge, Muir Woods mit Mammutbäumen und Alcatraz....
Abschließend zur mittelfristigen Wetterentwicklung in Mitteleuropa, die ich eifrig verfolge. Vor einer Woche habe ich die These aufgestellt, dass uns aufgrund der großräumigen Konstellation in absehbarer Zeit kein Kaltlufteinbruch aus hohen Breiten blühen kann. Das halte ich weiterhin aufrecht , und zwar für die nächsten 7 bis 10 Tage, da das Muster recht eingefahren ist:
Die aktuelle Entwicklung weist schon darauf hin, was sich abspielen wird. Wir sehen ein altes, schwaches Tief über dem Mittelmeer und einen Tiefkern über Skandinavien. Vom Ostatlantik reicht ein massives Hoch herein und quer über die Britischen Inseln liegt eine warmaktive Frontalzone, die von einem starken Tief über dem Mittelatlantik gesteuert wird.
Kaltluft aus dem Norden hat demnach keine Chance, hinter dem Skandi-Tief nach Süden vorzudringen. Im Gegenteil, die Kaltluftvorstösse werden vermehrt über dem Mittel- und Ostatlantik stattfinden, Mitteleuropa bleibt damit tendenziell auf entweder der antizyklonalen und warmen Seite einer Westnordwestströmung oder an der Vorderseite eines tiefen Troges über dem Ostatlantik. Fronten gehen damit nur stark abgeschwächt durch, da die Hauptstossrichtung der Tiefkerne bei so einer Situation nach Nordosten gereichtet ist und nur Randtröge, im Sterben begriffen, übrigbleiben.
Das ist eine generelle Merkregel für alle Leser. Sieht man starke Wirbel mitten über dem Atlantik gestaltet sich das Wetter bei uns auf längere Sicht ruhig und vergleichsweise warm.... im November halt mild.
Lg (und das nexte Post kommt aus Down Under..)
Manfred
Mittwoch, 3. November 2010
Montag, 1. November 2010
Richtige Wetterberichte
Hallo,
über das Wetter in San Francisco gib es nicht viel zu sagen, seit gestern ist es strahlend sonnig und das wird sich bis zu meiner Weiterreise nach Melbourne am Mittwoch nicht sagen .... darum ein Thema, das mir seit 3 Tagen im Kopf herumschwirrt.. TV Wetterberichten.
Ich bin davon begeistert, wie das Thema Wetter in den US Nachrichtensendern behandelt wird. Den ersten habe ich auf KTV am letzten Freitag gesehen. Da ging es wettertechnisch hier ja mit Starkregen und Überflutungen einigermaßen rund, was man im Süden Kaliforniens ja nicht wirklich gewohnt ist. Und wie der Wettermann das Thema erklärt hat, für das breite Publikum, war für mich einzigartig.
Die Situation war komplex: Vor der Westküste der USA war ein Höhentief abgetropft, und, aufgrund einer starken Tiefentwicklung weiter nördlich, bewegte sich das abgeschnürte Tief entlang der Küste nach Süden. Zusätzlich kam es zu einer Wellenbildung an der Kaltfront etwas nördlich von SanFran. Das Resultat aus gegenläufiger Höhenströmung (aus Süden) zu Tiefverlagerung (nach Süden) plus Wellenbildung war ein sehr schmaler Starkregenschreifen quer über die Bucht. Auf 50km lagen die Tagessummen des Regens zwischen 0 und tw. über 100mm. All das hat der Wettermann mit Radar, Satellit, Händen und Füßen unter plastischer Erwähnung der Wellenbildung und des Upstream Developments sehr kompetent, richtig und auch für Laien sicher verständlich inkl. einer 7 Tagesprognose für die Region innerhalb von 2 Minuten präsentiert.
In Österreich ist das undenkbar. Seien wir doch ehrlich. Die Wetterberichte nach der ZIB sind auf Kindergartenniveau. Alles wird derart plakativ (und das hat System) dass ein Symbol für 3 Bundesländer gilt. Der Text ist rein deskriptiv unter Unterlassung der Ursachen für gewisse Entwicklungen. In meiner Ansicht ist ein Wetterbericht ein Nachrichtenelement und kein Infotainment, mit der Betonung auf - tainment. Auch das kleine Österreich verdient etwas Besseres als das was wir derzeit haben, dann würde ich vielleicht auch wieder Wetterberichte schauen. Im Status Quo boykottiere ich den Staatsfunk allerdings ..
Sonnige Grüße
Manfred
über das Wetter in San Francisco gib es nicht viel zu sagen, seit gestern ist es strahlend sonnig und das wird sich bis zu meiner Weiterreise nach Melbourne am Mittwoch nicht sagen .... darum ein Thema, das mir seit 3 Tagen im Kopf herumschwirrt.. TV Wetterberichten.
Ich bin davon begeistert, wie das Thema Wetter in den US Nachrichtensendern behandelt wird. Den ersten habe ich auf KTV am letzten Freitag gesehen. Da ging es wettertechnisch hier ja mit Starkregen und Überflutungen einigermaßen rund, was man im Süden Kaliforniens ja nicht wirklich gewohnt ist. Und wie der Wettermann das Thema erklärt hat, für das breite Publikum, war für mich einzigartig.
Die Situation war komplex: Vor der Westküste der USA war ein Höhentief abgetropft, und, aufgrund einer starken Tiefentwicklung weiter nördlich, bewegte sich das abgeschnürte Tief entlang der Küste nach Süden. Zusätzlich kam es zu einer Wellenbildung an der Kaltfront etwas nördlich von SanFran. Das Resultat aus gegenläufiger Höhenströmung (aus Süden) zu Tiefverlagerung (nach Süden) plus Wellenbildung war ein sehr schmaler Starkregenschreifen quer über die Bucht. Auf 50km lagen die Tagessummen des Regens zwischen 0 und tw. über 100mm. All das hat der Wettermann mit Radar, Satellit, Händen und Füßen unter plastischer Erwähnung der Wellenbildung und des Upstream Developments sehr kompetent, richtig und auch für Laien sicher verständlich inkl. einer 7 Tagesprognose für die Region innerhalb von 2 Minuten präsentiert.
In Österreich ist das undenkbar. Seien wir doch ehrlich. Die Wetterberichte nach der ZIB sind auf Kindergartenniveau. Alles wird derart plakativ (und das hat System) dass ein Symbol für 3 Bundesländer gilt. Der Text ist rein deskriptiv unter Unterlassung der Ursachen für gewisse Entwicklungen. In meiner Ansicht ist ein Wetterbericht ein Nachrichtenelement und kein Infotainment, mit der Betonung auf - tainment. Auch das kleine Österreich verdient etwas Besseres als das was wir derzeit haben, dann würde ich vielleicht auch wieder Wetterberichte schauen. Im Status Quo boykottiere ich den Staatsfunk allerdings ..
Sonnige Grüße
Manfred
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