Samstag, 14. Mai 2011

Nachschau der Gewitter am Donnerstag

Update - Blogger geht offensichtlich wieder.... ich behalte mir die Ausweichseite http://wetterinfos.wordpress.com als Ausfalllösung für zukünftige Injurien seitens Google vor :)

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Es ergeht der Hinweis nach §08/15 Abs. 4711 Österr. Salzgesetz, das sämtliche Grafiken auf eigene Gefahr anzuklicken sind, da der geneigte Leser und die noch geneigtere Leserin sonst nichts sehen können, u.U auch Animationen !

Hallo,

na da hab ich ja am Mittwoch nicht zuviel versprochen, was die Gewittertätigkeit gestern Nachmittag anging. Wer den Blog schon länger verfolgt, weiss aus dem letzten Jahr, dass so ein Event wie gestern ein gefundenes Fressen für mich ist. Natürlich, man ist sich der Tatsache gewahr, dass es sich um keine schweren Unwetter gehandelt hat, wohl aber um recht kräftige Gewitter. Und so manch Interessantes weiss ich davon zu berichten.

Gehen wir zuerst einmal in die Übersicht..

1) Regenmengen
2) Böen



3) Blitzaktivität




Lokal kamen mit dem Durchzug der Gewitter Regenemengen über 20 L/m² zusammen, so zum Beispiel in Salzburg und in Wachtberg. Es bildete sich eine ausgeprägte Böenlinie, mit deren Durchzug verbreitet Böen zwischen 70 und 100 km/h gemessen werden konnten, das fällt definitiv in die Kategorie nicht ohne. Zu Guter letzt ordneten sich die Zellen nach einem anfangs einzelgängerischem Dasein auch noch linienförmig an. (nicht ganz unerwartet). Das hat unter anderem die heftigen Böen bewirkt.

Zum zeitlichen Ablauf nun die Blitz- und Radarloops:




und




Die Gewittertätigkeit geht am Vormittag von Vorarlberg und Oberschwaben aus, greift nach Osten in den Flachgau und ins Innviertel aus, zu beachten sind die präfrontalen Zellen über dem östlichen Waldviertel, die an einer kleinen Konvergenzlinie stattfanden.


Nach Osten ebbt die Blitztätigkeit dann ab, da die CAPE nicht mehr ausreicht, übrig bleibt aber ein konvektiv durchsetztes Starkregenband, das doch noch markant auch den Osten überquert. Zur selben Zeit finden sich einzelne Zellenbildungen in Kärnten und der Steiermark, bevor uns die Front verlässt.

Interessantes Detail am Rande: Im Wiener Raum wird die vorlaufende Böenfront in Form von niedriger Konvektion sichtbar !. Es bildet sich ein Schauerband direkt an der Böenfront, die Luft wird hochgepresst, für hochreichende Konvektion reicht die verfügabre Energie aber nicht mehr. Schön zu sehen auch wie nach Überqueren des Wienerwaldes die Alpen umströmt werden und die Linie nach Süden, Richtung Mittelburgenland ausbricht.


Zum Abschluss etwas aus der Experimentierküche: Ein Kollege vor hat diese Lage mittels eine variationellen WRF-Variante mitgerechnet:

Dabei werden ständig neue Beobachtungs- und Radardaten in das Modell gefüttert um die Kürzestfristprognose zu verbessern. Das Eregbnis kann sich sehen lassen, da mittels mehrerer zeitlich hintereinander abfolgender Initialsierungen das Ereignis recht detailreich abgebildet werden kann.

Lg

manfred

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