Montag, 7. März 2011

Frontenwirrwar führt zur Erwärmung

Hallo,

für den heutigen Beitrag habe ich mir mal im Detail angesehen, was auf der synoptischen Karte so alles passiert, bis wir zum Ende der Woche überall in Österreich mit für Frühlingsliebhaber akzeptable Temperaturwerten konfrontiert werden können.... Den Anfang einer solchen Betrachtung bildet sinnvollerweise immer die aktuelle Ausgangslage:



Zu sehen ist die duplizierte Polarfrontzone über dem nördlichen Atlantik und die uralte Zyklone vor der Iberischen Halbinsel, die mittlerweile schon mehr als 7 tage am leben ist. Und auch für die Wetterentwicklung bei uns eine gewichtige Rolle spielen wird, wie wir sehen werden..... Zwischen den Fronten sozusagen liegt undser kräftiges, aber nach Osten abwanderndes Hoch.

Bis morgen ...


tut sich erst einmal nicht viel... Nördlich von Schottland liegt ein Tief, das sich in den letzten Stunden prächtig entwickelt hat und seine Frontensysteme neuerlich gen Skandinavien steuert.  Eine weitere junge Zyklone entwickelt sich rasant östlich von Labrador. An der uralten Zyklone vor Portugal bildet sich eine zunächst wetterinaktive Luftmassengrenze zur über Europa liegenden nur mäßig energiereichen Luft aus....  An der Vorderseite, etwa über Lybien schiebt sich Saharaluft allmählich nach Norden.. gaanz langsam.

Wieder 48 Stunden später...


hat die Labradorzyklone nun als Orkantief Schottland erreicht. Zwischen dem alten Skandinaviensystem und der Portugiesin hat sich die weiter inaktive Luftmassengrenze kaum von der Stelle gerührt, aber etwas verschärft. Die Saharaluft kommt etwas weiter nach Norden voran, sogar ein eigenständiges Tief bildet sich über Wüste...

Keine 24 Stunden später...


ein sehr ähnliches Bild. Bildlich gesprochen hat man den Eindruck, also ob die uralte Iberierin die Position der Atlantikfronten weiter nach Norden drückt und somit der Ausbruch von Kaltluft, die im Nordatlantik zweifelsfrei vorhanden ist, nach Zentraleuropa unterdrückt.



eine Situation die auch am Samstag so zu beschreiben wäre... die Kaltluftmassen bleiben im Norden, die Nunmehr Exiberierin schaufelt langsam aber beharrlich die Mittelmeerluft in den Alpenraum ... über Algerien tauchen an der dortigen LMG nun mehrere kleine Tiefs auf...



.. von denen sich eines bis Sonntag prächtig entwickelt. Die ganze Blockade, ausgelöst durch die alte Exiberierin führt nun zum Ausbruch von Kaltluft über dem Ostatlantik, in der Penelbewegegung dreht die Strömung im Alpenraum nun rein auf Süd..



Eine Situation, die sich im GFS bis Montag nicht ändert.. Kaltluftausbruch über dem Ostatlantik, Wellenbildung induziert durch die Reste der Iberierin über Westeuropa verhindern den Vormarsch der Kaltluft aus Westen, der Alpenraum bleibt im Südregime...  wie lange .. das weiß keiner so recht...

Zusammenfassung: Auch ein Tief am Ende seines Lebens vermag die Geschicke auf der Wetterkarte nachhaltig zu beinflussen. Wäre da vor Portugal jetzt kein Tief, könnten man die frühlingshafte Periode zum Wochenende wahrscheinlich genüsslich abschreiben.

Lg

Manfred

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