Montag, 28. März 2011

Kurzweilige Westlage in Sicht.. ..25 Grad-Marke greifbar ?

Hallo,

am Beginn des heutigen Eintrages eine kleine Rückschau auf das Wochenende. Im Bereich der schleifenden Front, war es, verglichen mit den letzten 6 Wochen überhaupt nicht langweilig... in meinem letzten Kommentar am Samstag in der Früh bin ich ja von einigen Gewittern auf der warmen Seite der Front ausgegangen ... und tatsächlich hat sich im Lauf des Samstag Nachmittags Einiges gebildet, und das nicht nur im Südosten sondern auch in Oberösterreich und Salzburg:





Die interessanteste Zelle befindet sich zum Zeitpunkt der Radaraufnahme knapp östlich des Bezirkes Jennersdorf in Ungarn. Sie ist gestreckt und weist einen starken Gradienten auf ihrer Nordseite auf (Assymmetrie), und damit ein, zwei Anwandlungen von Superzellen. Es ist nicht weiter verwunderlich, denn die Höhenströmung war einigermassen kräftig. Zu bemerken ist aber auch, dass keine der gewitterzellen am Samstag länger als 30, 40 Minuten existierte.. ist halt noch ein bisschen früh im Jahr und die Labilität war am unteren Grenzwert, sozusagen ...

Ein noch kräftigeres Radaracho fand man Sonntagabend im Osten:


Allerings gab es keine Blitze und die Regenraten fielen mit 3mm/h sehr bescheiden aus. Was ist da passiert ? Es ist der Schmelzoneneffekt, der im Bereich der Schneefallgrenze dazu führt, dass die Niederschlagsintensität aus der ZR Beziehung dramatisch überschätzt wird....

Insgesamt gab es in den letzten 48h nur im Berchtesgadner Land Regenmengen, die einer sonderlichen Erwähnung bedürfen (mehr als 30mm), der Rest hielt sich im ganz unspektakulären Rahmen:


 
.. und damit kommen wir bei der aktuellen Situation an:


Das Satellitenbild zeigt zwei Frointenstaffeln südlich der Alpen, das nördliche ist die alte schleifende Front, das südliche System gehört zu einer Zyklone, die im Lauf des Wochenendes vom Ostatlantik ins Mittelmeer gezogen ist. Der Atlantik zeigt noch wenig Aktivität, das wird sich aber bis zur Wochenmitte ändern.

Bis zum Mittwoch etabliert sich ein umfangreicher Tiefdruckkomplex zwischen Labrador und Island, der in breiter Bahn milde atlantische Luftmassen aus Westsüdwest gegen Europa steuert:


In schwarz eingezeichnet sind dabei die akuell prognostizierten Positionen von Fronten. Ich habe hierbei keinen Unterschied zwischen Warm, Kaltfronten und Okklusionen gemacht, nur um zu verdeutlichen, dass wir es mit sehr vielen, sehr kurzen Wellen zu tun haben werden, die eine Detailprognose deren Durchgänge unmöglich machen.

Als einigermassen abgesichert erscheint der Trend zur einsetzenden Erwärmung ab Mittwoch, eine recht wechselhafte, milde Phase zwischen Mittwoch und Freitag mit einigen Frontdurchgängen, z.T mit Gewitterpotential, und unter Warmluftzufuhr zunehmender Hochdruckeinfluss zum Wochenende hin. Unter Wahrung aller Vorsichtsmassnahmen, um mich von der Wahrsagerei abzugrenzen könnte man v.A im Westen das Knacken der 25 Grad Marke Sa./So. andenken.

Mehr dann morgen

Lg

Manfred

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