Mittwoch, 7. Juli 2010

Sieger und Verlierer

Hallo,

die Überschrift bezieht sich nicht nur auf den Ausgang des heutigen Semifinalspiels der WM in Südafrika. Obwohl ich mir vielleicht damit den Unmut der deutschen Leser zuziehe, kann ich ja offen zugeben, dass mein persönliches Titelanwärterteam siegreich den grünen Rasen, der für manche die Welt bedeutet, verlassen hat.

Sieger und Verlierer gibt es auch beim Sommerwetter. Österreich als pars pro toto für Mitteleuropa war von April bis Ende Juni auf der Verliererstraße. Regen, Wolken, Überschwemmungen und zahlreiche Kaltlufteinbrüche ließen an dem Sommerwetter, wie es letztendlich bei uns jetzt Einzug gehalten hat, zweifeln. Zu Unrecht.

Den Blechpokal des Verlierers haben wir nun an Regionen abgegeben, die es noch bitterer trifft als uns wohlstandsverwöhnte Mitteleuropäer, an Rumänien und Moldawien. Mit einer Konsequenz, die ihresgleichen sicht, hat die Verschiebung des Zirkulationsmusters um etwa eine halbe Wellenlänge nach Osten diese wirtschaftlich benachteiligten Länder die Krallen ständig abtropfender Höhentiefs spüren lassen. Gewittriger Starkregen und häufige schwere Gewitter in durchgeheizter, labiler Kaltluft, waren die Folge, Rekordniederschläge an den Meßstationen legen Zeugnis davon ab. Und wieder hat sich ein von England kommender Trog über Südosteuropa abgeschnürt und schickt sich an, vor allem dem Osten Rumäniens in den nächsten Tagen erneut teils heftige Regenfälle zu bescheren.

Die aktuelle Situation:



Eingezwickt zwischen dem Tief über dem Ostatlantik und dem über Rumänien baut sich in den kommenden Tagen ein beinahe stationärer Keil über Mitteleuropa auf. Zunächst werden Gewitter bei uns noch unterdrückt, ab Samstag/Sonntag ist die Luftmasse aber so durchgeheizt, dass einzelne heftige Wärmegewitter im Bergland als auch im Flachland die Folge sein werden.

Die Frage stellt sich, wie lange das der Fall sein wird. Die Antwort: Ein Ende der Hitzekeillage über Mitteleuropa ist nicht mit Sicherheit abzusehen. Und damit auch auch kein Ende der potentiell gefährlichen Wetterlage für Teile Osteuropas.

Lg

Manfred

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