Sonntag, 1. August 2010

Goodbye brennheißer Hochsommer 2010

Hallo,

ein kurzer Begriff zur Begriffsbildung... der Hochsommer umfasst die Monate Juli und August, unabhängig vom tatsächlichen Wetter, während im September der Spät- oder Altweibersommer folgt. Über die Aussage, die ich im Lauf des Blogeintrags treffen und versuchen zu belegen werde, wird mir hoffentlich eh nur geringer Prozentsatz der Leserschaft böse sein (Hitze- und Dürrefanatiker): Die Chancen auf tageslanges Hochdruckwetter mit Temperaturen jenseits der 30 Grad werden aufgrund der sich anbahnenden Wetterlage nämlich immer geringer.

Zur Ausgangslage:


Über Westeuropa liegt ein markanter Trog auf Ostkurs. An seiner Vorderseite liegt ein markantes, wellendes Frontensystem, an seiner Rückseite kommt in mehreren Staffeln kühle Meeresluft nach Süden. Zum anderen liegt das Folgetief westlich von Island schon in Lauerstellung..

Auf der Höhenwetterkarte sieht das Ganze so aus:


Die Front erreicht am Montag Vormittag schon den Westen und geht bis zum späten Abend bis zum Neusiedlersee durch. Dabei können sich organisierte Linien von Gewittern entwickeln. Verschont bleiben noch Teile des Südens und Sürostens, dort wirds erst am Dienstag gewittrig.

Der nachfolgende Hochkeil am Mittwoch ist zu schwach um erfolgreich gegen den nächsten Ansturm aus Nordwesten zu schützen:


Man erkennt den ganz flachen Keil direkt über Österreich, der instantan nach Osten abwnadert und den Platz für nächsten Trog am Donnerstag freimacht....


Das Azorenhoch schickt einen schwachen Ausläufer nach Frankreich, doch es wird mindestens bis kommenden Samstag dauern, er sich über die Alpen schieben kann. Und selbstb wenn das passiert, dann wird mit so einem Azorenhochausläufer keine heiße Subtropikluft mehr angezapft, genau diese bräuchte man aber im August für markantere Hitzewellen.



Im Gegensatz dazu ein Beispiel einer Extremhitzelage aus dem letzten Augustdrittel aus dem Jahre 2000... :


Succus: Es kann schon noch mal brennheiß werden, allerdings braucht es genau EINEN Typ von Wetterlage dafür: markanter Trog über dem Ostatlantik, der tief nach Süden ausgreift und an seiner Vorderseite Saharaluft nach Österreich schiebt.... es ist derzeit nicht ersichtlich ob so etwas heuer nochmal geschehen kann.


Lg

Manfred

Kommentare:

  1. man könnte auch anders argumentieren, dass mit dem Hitzebollwerk über Russland die langen Wellen so konstitutiert werden, dass Mitteleuropa zwangsläufig im Wellental verbleiben wird, wenngleich es nicht unbedingt unfreundlich ausschaut, sprich, normales mitteleuropäisches Sommerwetter mit zeitweise erhöhter Schauer/Gewitterneigung, aber ohne enorme Unwettergefahren. Ein Wetter, mit dem ausgenommen eines geringen Prozentsatzes an Gewitterfanatikern, wohl viele leben können ;)

    Gruß,Felix

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