Samstag, 15. Januar 2011

Hochwasser in Melbourne und ein paar Kleinigkeiten

Hallo an diesem frühlingshaft anmutenden Samstag in Österreich !


Erstes Thema des Wetterblogs heute: Hochwasser, aber nicht in Österreich oder in Brisbane, nein in Melbourne. Ich hab Eich verschiwegen, dass es im Großraum Melbourne in den letzten 2 Tagen stellenweise bis zu 300 L/m² Regen gab. (ich hab vor einer Woche auf die extreme Wetterlage hingewiesen). Nun, das blieb nicht ganz ohne Folgen, und ich habe mich heute auf die Spurensuche gemacht. lang musste ich nicht suchen, denn schon der Radweg in die Stadt war teilweise unpassierbar. Den Yarra aufwärts wurde das Ausma´ des Hochwassers deutlicher und deutlicher. Die Folgenden Aufnahmen enstanden auf dem Radweg zu den Dight Falls, die sich ca 5km vom Zentrum entfernt befinden.....






 











Der Yarra ist normalerweise ein Rinnsal mit 10 m³/s an Wasserführung. Gestern dürften es bis zu 500 gewesen sein, heute zum Zeitpunkt der Fotos war schon weniger Wasser unterwegs. Anders als der Brisbane River stellt der Yarra für die Stadt keine Gefahr dar, da er das Stadtgebiet in einem zumeist 20-25m tiefen Graben durchfließt und im Bereich der Innenstadt schon sehr breit und tief ausgegraben ist bzw. auf einem Niveau mit dem Meer ist.


Erfreuliches gibt es aus der Welt der Justitia: Die Klage von MediaDigital (Zeitung Österreich, Fellner Gruppe, der Media Digital gehört die Domäne www.wetter.at) gegen UBIMET bzw. www.wetter.tv ist in erster Instanz in allen Punkten abgeschmettert worden.



Warum sie überhaupt eingereicht wurde, weiß kein Mensch. Ganz  ohne hier Parallelen zu ziehen, eine kleines Märchen aus dem dicken Buch der freien Marktwirtschaft. Wir wechseln den Kontinent und gehen in die USA. ein kleines Unternehmen ärgert einen Großkonzern mit einem Produkt und wird auf dem Markt tätig. Der Großkonzern , der in einem ähnlichen Metier sein Geschäft macht, reicht reflexartig Klage auf Copyrightverletzungen und Lizenzmißbrauch ein, auch wenn sie von Anfang an nicht haltbar ist. Das Verfahren geht von Instanz zu Instanz, die Anwaltskosten steigen und steigen und irgendwann ist der Kleinkonzern, zwar unschuldig, aber bankrott, weil er die Anwaltskosten nicht mehr tragen kann. Auch wenn er in letzter Instanz freigesprochen wird, sollte er bis dahin durchhalten, kann er erst in einem neuen Verfahren Regreß an dem zu Unrecht klagenden Großkonzern nehmen und steht dort einem Heer von 300 angestellten Anwälten gegenüber. Der Großkonzern zeigt Milde und übernimmt den bankrotten Kleinkonzern. Leider kein Märchen, auch wenn ich manch *legales* hier mit den Füssen getreten habe. Bin Meteorologe, kein Anwalt.

Österreich ist nicht Amerika und ich bin mir sicher, die Fellnergruppe hatte diesen Gedanken nicht verfolgt. (disclaimer)


3. Thema: What goes up, must come down. Die extrem milde Phase in Mitteleuropa geht nach dem Montag langsam zu Ende. Grund dafür ist, dass der Luftdruck über dem Ostatlantik allmählich deutlicher ansteigt, und somit die Strömung über Euren köpfen langsam, aber fast sicher auf Nordwest drehen lässt, es kühlt sukzessive ab, am markantesten in der Höhe. Hoffnungen auf den großen Schnee in den Niederungen sind derzeit aber durch nichts zu belegen, schaut alles nach normalen Temperaturen in der zweiten Wochenhälfte aus.

Einstweilen Lg

Manfred

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