Dienstag, 15. Dezember 2009

Das Weihnachtserwärmung kommt

Ausser Spesen nicht allzuviel gewesen, das ist das vorläufige Resümee über diese Kälteperiode. Noch bevor es abgesehen von den Temperaturen in irgendeiner Art und Weise sonderlich winterlich geworden ist, zeichnet sich nun schon immer deutlicher das Ende der frostigen Temperaturen im Lauf der kommenden Woche ab.



Es ist schon klar, dass in Teilen unseres Landes oberhalb von 600-900m eine mehr oder weniger ansehnliche Schneedecke zu finden ist, eine Besonderheit ist das allerdings nicht. Und auch diesen Schneeflächen kann es an den Kragen gehen, zumindest aller Wahrscheinlichkeit nach.  Ich will aber auch nicht verschweigen, dass es von Freitag bis Sonntag temperaturmäßig schon recht knackig in den Keller geht, das wars dann aber auch schon wieder.

Wie es zur wahrscheinlichen Umstellung kommt, das ist dann schon einer Erwähnung wert, weil ungewöhnlich:

Zur Zeit zwingt ein blockierendes Hoch über Grönland alle Tiefs dazu unten im Süden durchzutauchen oder im großen Bogen im Norden um das Hoch herum zu ziehen. Am Sonntag entwickelt sich aus so einem nördlichen Ableger ein Orkantief nördlich von Island. Dieses hat an seiner Rückseite sehr kalte Luft im Gepäck und drückt das Blockhoch noch weiter nach Westen. Damit ist das Schicksal unserer kalten Witterung besiegelt, denn dieses Tief im Norden geht über dem Ostatlantik, da es auf Südkurs ist, eine Verbindung mit einem unter dem Hoch durchgetauchten Tief über dem südlichen Ostatlantik ein. Und mit einem Mal findet sich Mitteleuropa an der Vorderseite eines mächtigen Tiefdruckkomplexes in kräftiger Südwest- bis Südströmung wieder. Dieses Szeanrio würde nach den neusten Modellläufen am Dienstag oder Mittwoch eintreten.

In der Folge würde sich in den Bergen erstmal kräftiger Föhn einstellen, die Kaltluft könnte sich in den Niederungen noch etwas zäher halten, würde aber auch sukzessive erodiert werden, sodass abgesehen von Lagen über 1500m Weihnachten wohl mild ausfallen wird.

Ein Wort noch zur Sicherhheit dieser Aussage: Sie wird von den meisten Ensembles gestützt, mal etwas früher, mal etwas später, im Trend aber sehr einstimmig simuliert. Dass sich das tatsächliche Wetter gegen den Trend aller Ensembles stellt ist in der heutigen Zeit schon sehr selten geworden. Gehen wir aber auf den seltenen Fall ein:

 Eine mögliche, allerdings wenig wahrscheinliche Variante wäre, dass die Verbindung zwischen den beiden relevanten Tiefs über den Ostatlantik nicht zustande kommt. In diesem Fall sehen die Höhenströmungsfelder über Europa zum Beginn der kommenden Woche ziemlich chaotisch aus und eine weitere Vorhersage, auch im Trend, ist dann nicht mehr möglich. Jedenfall sieht der aktuellste Lauf der Amerikaner nach chaotischem Isobarensumpf über Europa mit einem Hang zu kühlerer Witterung aus.




Die kalte Schockkeule wird dennoch meinem Bauchgefühl nach zum milden Essiggurkerl.

Lg

MS

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