Montag, 7. Dezember 2009

Es wird (endlich) kalt

Mittlerweile erscheint die im letzten Post zart in Aussicht gestellte Umstellung der Großwetterlage einigermaßen abgesichert zu sein. Was geschieht ? Zwei Dinge. Zum einen, nach dem kleinen Tuscher von morgen, Dienstag, verlagert sich der Schwerpunkt der Tiefdrucktätigkeit über dem Atlantik etwas nach Westen. Warme Luft wird Richtung Island geführt und führt etwas östlich davon zum Aufbau eines blockierenden Hochs. Blockierend deswegen, weil es aufgrund seiner Form kaum wandert und quasi eine Mauer gegen aus Westen antürmende Tiefs bildet.

Gleichzeitig und eigentlich unabhängig davon sammelt sich Einiges an Kaltluft über Nordosteuropa. Dieser Prozess ist schon seit einigen Tagen im Laufen, dort liegt ein kräftiges Hoch und die atlantischen Fronten mit ihren Warmluftschüben kamen dort nie an.

Für Mitteleuropa bedeutet das, dass die luftsmassenlenkende Höhenströmung ab Mitte der Woche immer mehr auf Nord dreht und dann allmählich den Kaltluftank über Nordosteuropa anzapft. Das Heranführen der Kaltluft schiebt gleichzeitig auch das blockierende Hoch etwas weiter nach Westen, sodaß in weiterer Folge eine Art Rutschbahn für Tiefs aus der Arktis nach Mitteleuropa geschaffen wird... besser gesagt geschaffen werden könnte, weil damit sind wir schon im Bereich der, zwar logisch begründeten, aber dennoch ausgeprägten Spekulation.

Fix ist dass die erste Phase der Abkühlung am Freitag mit Einsickern von Kaltluft aus Norden relativ trocken, also ohne allzu viel Schnee ablaufen wird. Zumindest im Flachland deutet sich also eine Periode mit Kahlfrost an. Wie es dann in der neuen Woche weitergehen kann, dazu mehr am Mittwoch oder Donnerstag.

Gruß

MS

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