Donnerstag, 17. Dezember 2009

Details der Weihnachtsschwüle

Zur Abwechslung untermale ich die Geschehnisse der kommenden Tage mit ein paar Wetterkarten. meine Kollegen haben mir das Feedback gegeben, dass ich im letzten Post dazu mit zu vielen Himmelsrichtungen hantiert habe und eigentlich keiner mehr folgen konnte. So solls ja nicht sein.

Zunächst die Ausgangslage. Über Mitteleuropa liegt ein Höhentief angefüllt mit Kaltluft, am Rand davon gibts ein paar Teiltiefs mit etwas mehr Wetteraction. Das sieht auf der Höhenwetterkarte kombiniert mit dem Bodendruck so aus:




Hier ist schön zu sehen wie das starke Hoch östlich von Grönland immer noch alle atlantischen Tiefs fernhält.




Zum Samstag hin bildet sich südwestlich von Österreich ein Bodentief, das Richtung Ungarn stuert und uns im Lauf des Samstags vor allem im Süden und osten ein paar cm Neuschnee bringen kann. Der Block im Westen ist da auch noch immer gut definiert. Man achte aber aufmerksam auf den neuen Kaltluftvorstoss bzw. das Tief nördlich von Schottland.

 

Diese verlagert sich unter Verstärkung zum Sonntag hin nach Süden und gibt dem Hoch im Westen eine ordentliche Watschn, also drängt es noch weiter nach Westen zurück. Dabei schwächelt das Hoch in seinem südlichen Bereich sehr deutlich.



Zum Montag hin ist der Hochdruckblock dann gebrochen worden, ein Tief wandert im Süden an dem Hochkern vorbei nach Osten, Richtung Iberische Halbinsel und findet, da es nunmehr Anschluss an das Tief im Norden bekommen hat, gute Entwicklungsbedingungen vor.







Am Dienstag hat sich im Alpenraum an der Vorderseite dieses markanten Komplexes eine straffe Südwestströmung eingestellt, die Kaltluft wird nach Nordosten hin vertrieben, über den Alpen wird es föhnig.






Am Mittwoch dann markante Südströmung und Föhn in weiten Teilen des Landes, der Tiefkern kommt aber näher.





Am Donnerstag geht die schwache Kaltfront des Tiefs durch, der Föhn bricht zusammen, es wird eine Spur kühler, bleibt aber mild.

Ich finde es jedefalls interessant, das ausgerechnet ein Kaltluftvorstoß über dem Atlantik unserem Möchtegern-Kaltwetter den Garaus macht, mit den Karten im Hintergrund ist das ganze hoffentlich verständlich.

Der Wetterwechsel birgt Wettergefahren:

Thema Nr. 1 Föhnsturm, der in viele Täler durchgreifen kann (Dienstag/Mittwoch)

Thema Nr. 2 stellenweise gefrierender Regen und Glatteis am Dienstag

Thema Nr. 3: Im Südwesten möglicherweise zuerst kräftiger Schneefall, mglws in gefrierenden Regen und Regen übergehend (Dienstag/Mittwoch)

Thema Nr. 4: Grausfaktor des tauenden Schnees (alle Tallagen die derzeit Schnee haben (Dienstag bis Ende nie...)


Bis demnext

Lg

MS


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