Dienstag, 14. Dezember 2010

Unwort Weihnachtstauwetter

Hallo,

ich sehe das Thema vollkommen unemotional, da ich den 24.12 in 38.000 Fuss Höhe irgendwo über dem Südchinesischen Meer in einer QANTAS Boeing 747 beginnen werde ... ;-). Vielleicht deswegen kann ich es recht nüchtern-trocken rüberbringen, dass an vergleichsweise milden Temperaturen in Österreich um den 24.12 herum so gut wie kein Weg mehr vorbeiführen  wird, auch wenn sich manche Freaks an den noch letzten verbliebenen Strohhalm (zum Beispiel das Nordkoreanische Wettermodell) klammern werden.

Warum ich das sagen kann ? Eine recht einfache Betrachtung der plausiblen Druckanomalien um diese Zeit herum. Die Großwetterlage stellt ich nämlich am Wochenende grundlegend um. Haben wir jetzt noch ein klassisches Kaltwintermuster:


.. sprich hohes Geopotential über dem Ostatlantik (weniger geschwollen ausgedrückt: ein warmes Hoch) in Kombination mit tiefem Geopotential über Zentral und Osteuropa (ein kaltes Tief) saugt kalte Luft vom Polarkreis zu uns.


Nach dem Wochenende, und daran ist das aktuelle Tief nordöstlich von Island schuld,  sieht die Sache komplett verkehrt aus:


Vom Hoch ist nichts mehr übrig ...



.. und die frischen Tiefs über dem Ostatlantik vertreiben die Reste der kontinentalen Kaltluft nach Nordosten.

Kein Modell, dass annähernd physikalisch arbeitet, kann dieses meteorologische Prinzip in weiße Weihnachten im Flachland pervertieren.... sollte es doch anders kommen, was ich mir nicht vorstellen kann, kann ich's wissenschaftlich nehmen und im Nachhinein erklären, warum ich heute falsch lag ;)

Dabei ist es egal, wie genau die Konstellation der Kurzwellentröge und Keile dabei aussieht, alle werden sie, dem Diktat der Steuerzentren folgend,  von Südwest nach Nordost über Europa ziehen und scheibchenweise auch die bodennahe Kaltluft anknabbern.

Ein brutales Weihnachtstauwetter sieht anders aus... das sieht nach viel Hochnebel und ein paar Grad über 0 im Flachland bei einer Nullgradgrenze von 1500 bis 2200m aus, eben schöner Gatsch, wenn dann eben noch Gatsch übrig ist...

Man kann bei dieser Vorhersage streng wissenschaftlich vorgehen und die Ensemblerechungen bemühen ... das Ergebnis kann man in der heutigen Presse oder auf orf.at nachlesen (..) .. oder großräumig-logisch, so wie in diesem Blog.. was geschieht ist dass ein Set von derzeit aktuellen Steuerzentren für die Großwetterlage gerade im Begriff ist, das Zepter an ein neues Set zu übergeben.

Wie lange das neue Regime anhält, ist schwer zu sagen .. statistisch bis zum 28. Dezember, dem mittleren Enddatum eines klassischen Weihnachtstauwetters. Bis dahin wird aber noch Einiges an Schmelzwasser die Liesing hinunterfließen.. und: Der Mittelwert ist der denkbar unwahrscheinlichste Fall sondern lebt einzig und allein von den Abweichungen des Wetter zu seiner selbst ;)

Gut N8

Manfred

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