Montag, 1. Februar 2010

Der Jänner in Österreich in Zahlen

Hallo,

der erschte Februar ist es, Zeit sich die Zahlen vom Jännerwetter bei uns in Österreich komplett anzusehen.

a) Die Mitteltemperatur lag an jedem erdenklichen Punkt in Österreich unter dem Gefrierpunkt. Der wärmste Ort, wie immer, die Wiener Innenstadt mit einer Mitteltemperatur von -0,9°

 

b) Bei den Gesamtniederschlagsmengen gibt es eine Bifokation, also eine Blidung von 2 markanten Zentren, mit ausgeprägten Minima dazwischen. Zum einen, wie man im Klimamittel erwarten würde, relativ hohe Mengen im Weststau des Bregenzerwaldes, aber auch im Weinviertel (Daisy). Inneralpin ein starker Gradient von Ost nach West.. also vom Ennstal über das Salzachtal bis ins Oberinntal kontinuierlich fallende Mengen, am trockensten war es im Bezirk Landeck.




Die Meldung von der Loferer Alm ist falsch, hier wurde Pulverschnee vom Wind in den Niederschlagstopf geweht, die Werte wurden leider aber dennoch verbreitet.


 c) Sonnenscheinstunden. Hier entspricht die relative Verteilung wieder dem, was man erwarten würde. Die geringsten Sonnenscheindauern treten in einem sichelförmigen Raum vom Oberöstereichischen Alpenvorland über das Wiener Becken, das Burgenland und das Grazer Becken bis hinein nach Kärnten auf, inneralpin sehen wir vergleichsweise hohe Werte.






Das waren die Absolutwerte. Nun sehen wir uns die selben 3 Parameter in der selben Reihenfolge im Vergleich zum Klimamittel für den Monat Jänner an.



  



Die Temperaturen zeigen alpennordseitig und inneralpin Abweichungen zwischen 2 und 3 Grad nach unten, geringere Abweichungen im Süden des Burgenlandes und der Steiermark, positive Abweichungen im Raum Klagenfurt.

Das Niederschlagsbild (%des Mittelwertes) veranschaulicht die Wirkung der alten Daisy: Teileweise die doppelten Niederschlagsmengen verglichen mit dem Mittel im Nordosten, zu feucht auch im Südosten, Richtung Westen hin sehr schnell unternormale Niederschlagswerte, vergleichsweise extrem trocken von Innsbruck nach Westen, im Weststau des Arlbergs wieder mit Tendenz zur Normalisierung.

Sonnendefizite (% des Mittels), wie nicht anders zu erwarten in der flachen Osthälfte des Landes, , im Burgenland und im Süden, überdurchschnittliche Werte durchweg inneralpin.

Hier nun die Karte mit den absolut gemessenen Tiefstwerten:

 

Alle Wetterstationen Österreichs haben zumindest einmal minus 10 Grad unterschritten, mit Ausnahme der Wiener Innenstadt, der Station Pörtschach, Obvervellach, Landeck Bludenz und der Wetterstationen im Rheintal. Absoluter Tiefstwert gemessen mit -27,6 Grad im Talkessel von Gars am Kamp (Waldviertel).


Die Windkarte passt in unser Bild vom Jänner wie das Amen ins Gebet.

 

Das Ausbleiben der Westlagen resultiert in einem Ausbleiben der Winterstürme. Im tiefen Lagen wurden nirgends Böen über 100 km/h gemessen, die kräftigste Flachlandböe trat in Reichenau an der Rax mit 97 km/h auf. Das verwundert den Kenner bei dem Nordwestwind, bei dem die Böe registriert wurde, nicht sonderlich.

Abschliessend noch die Karte der maximal gemessenen Schneehöhe:




Hier fallen die vergleichsweise hohen Werte im Waldviertel und im Weinviertel auf und die niedrigen Werte inneralpin. (Vorsicht, da sind ein paar Fehldekodierungen drinnen ..)

Alles in allem, wie schon öfters hier erwähnt, ein aussergewöhnlicher und vor allem Wintermonat , der Grad der Winterlichkeit nimmt von West nach Ost kontinierlich zu, ganz im Osten dann wieder ab, denn hier wütete Daisie's milder Atem.

Mal schauen was der Februar so zammbringt, ich habe irgendwie das Gefühl bei der Begutachtung der neuesten Simulationen, dass ich gestern zuviel Asche über meinem Haupte ausgeschüttet habe....  schaut doch wieder interessant und kälter aus-. Aber bevor ich mir die Finger verbrenne warte ich auf den EZ 12 Uhr Lauf, ehe ich wieder eine MiFri Prognose für Österreich wage....

Lg

Manfred

Kommentare:

  1. Danke für die Karten, Manfred.

    Gruß,
    FW

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  2. Die 12z-Läufe schlagen jedenfalls wieder in seltener Einigkeit in die Kaltfeberbresche. Wobei starker Südföhn am Donnerstag bis dato gefallenen Neuschnee (sofern er fallen sollte) wegheizt und dann die Hoffnungen (im Westen) auf dem nächsten Mittelmeertief ruhen.

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Da kenntat ja jeder kumman ...! Dennoch ... Hier ist Platz dafür :) !