Sonntag, 28. Februar 2010

Meteorologischer Frühlingsbeginn

.. dass dieser nicht gleich dem astronomischen ist, zeigt sich nächste Woche. Mehr aus Bequemlichkeit als aus anderen Gründen ist der erste März als der meteorologische Frühlingsbeginn definiert. So weit ich weiß hat diese Maßnahme einzig und allein den Sinn, dass es sich über ganze Monate leichter bilanzieren und zusammenfassen lässt als über Drittelmonate. Die Strahlungsbilanz geht auf der Breite von Österreich in der ersten Märzwoche endgültig ins positive, die Tag- und Nachtgleiche (astronomischer Frühlingsbeginn) folgt dann Richtung 21. März. Strahlungstechnisch indifferent und astronomisch gesehen im Spätwinter befindlich schlägt das *Temperaturpendel* in der nächsten Woche in Österreich (leider) nach ein paar Tagen  zart frühlingshafter Anwandlungen in die Gegenrichtung.


Fangen wir mit der aktuellen Situation an.


 Das Sturm/Orkantief liegt mit seinem Kern gerade vor der Bretagne, in den Alpen weht kräftiger Föhn, der in den kommenden Stunden noch stärker wird. Das Tief zieht weiter Richtung Ostsee und Österreich kommt ab Sonntag Abend daher in seine kühle Rückseitenströmung. Danach geschieht, wie schon in den Vorposts angedeutet etwas kruziales. Über Großbritannien und in weitere Folge auch nördlich davon steigt der Luftdruck, eine Hochdruckbrücke bildet sich aus, dabei bleibt insgesamt gesehen die südliche Westlage bestehen. Es dürfte sich ausgehend von einem Mittelatlantiktief eine Frontalzone quer über Mitteleuropa, etwa so ab Wochenmitte bilden. Dass ist zwar kein Wintereinbruch im schlimmsten Sinne, mit der Zufuhr von teils kontinentalen Luftmassen aus Ost bis Nordost ist es mit Höchstwerten jenseits von 10 Grad aber vorbei. Morgenfrost und Flachlandwerte von 4, 5 Grad sind da eher der Realität entsprechend. Zudem birgt so eine LMG auch die Möglichkeit von Niederschlägen in fester Form bis in die Täler. Im GFS sieht das so aus:

 
Dazu gesagt sei, dass das auch nur eine Varinante ist, da bei der Komplexität der kommenden Wetterlage natürlich jede Menge an Spielraum für ähnliche, im Detail aber andere Entwicklungen ist. Damit findet der erstaunlich persistente Charakter der südlichen Westlage (seit Mitte Dezember) seine Fortsetzung im Spätwinter. Akademisch gesehen geht der Winter 09/10 damit sicher in die Geschichte ein, in unseren Gedächtnissen wird er aber nicht lange verankert sein. Morgen dann die Klimazahlen des abgelaufenen Februars.

Lg

Manfred

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