Sonntag, 2. Mai 2010

Wochenwettervorschau

Hallo,

auch gestern gabs in Teilen des Flachgaus, Oberösterreichs, Niederösterreichs und im Norden/Westen Wiens wieder teils kräftige Gewitter. Die grössten Regenmengen fielen dabei mit immerhin 44 Liter pro Quadratmeter am Kolreithberg in der Nähe von Neulengbach (nördlicher Wienerwald).



Mehr als 5000 Blitze wurden registriert..


Damit ist aber sprichwörtlich erst einmal die Luft heraussen. Der Blick auf die aktuelle Frontenlage zeigt warum:


Eine der beiden Hauptfrontalzonen liegt nach dem gestrigen Durchzug bereits südöstlich von Österreich und bewegt sich kaum weiter. Damit kommt die labilste und wärmste Luft eher über Ungarn und dem Balkan zu liegen. Daher wird es heute wenn überhaupt nur ganz vereinzelt etwas blitzen.

Kurzfristig interessant wird nun im Westen Österreichs das bereits weitgehend okkludierte Frontenband über Frankreich und der Westschweiz. Unter Verwellung bzw. auch teilweiser Verschmelzung mit dem Wellentief nahe Genua wird es in Teilen Vorarlbergs und Tirols bis morgen teils gehörige Regenmengen bringen, mit starken lokalen Variationen.

Es zeichnet sich aber ab, dass dieser Prozess nicht weiter nach Osten ausgreifen wird, weil sich der Trog im Westen zusehends vertieft und die Strömung über Österreich zusehends immer mehr auf Süd aufsteilt.


Der weit nach Süden reichende Trogausbruch induziert an seiner Vorderseite die Bildung eines neuen Tiefs )das kleine T südöstlich der Balearen), das ideale Entwicklungsbedingungen vorfindet und sich rasch zu einer Sturmzyklone über dem nördlichen Mittelmeer mausert:


Diese wird unser Wetter ab Dienstag für Tage beeinflussen, in welcher Form ist hingegen schwer zu sagen. An sich hätte ich beim ersten Drüberschauen eine potentielle Hochwasserlage für Teile der Nordalpen gesehen, dafür dürfte aber in der Strömung zu viel Südkomponente sein. Es ist wahrscheinlich eher so, dass die Poebene und die daran anschließenden Höhenzüge der Alpen gehörig Wassernachschub bekommen, sich der kräftige Regen bei uns bsi Mittwoch auf die extremsten Südstaugebiete beschränken wird (Algenfreiluftzuchtanlage Kötschach-Mauthen etc). Überall anders und hier speziell alpennordseitig würde diese Entwicklung leicht wechselhaftes, warmes Frühlingswetter mit einer gewissen Neigung zu nachmittäglichen Regenschauern bedeuten.

Zieht das Tief Richtung Donnerstag wie derzeit prognostiziert etwas weiter nach Norden und Osten könnte der Westen der föderalen Republik rückseitig in eine (Nord)Stausituation mit gröberen Wassermengen kommen ...

Spannend, spannend

Lg

Manfred

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